don't believe in living normal

Überraschungen

Viele Leute wünschen sich manchmal, in die Köpfe anderer hineinschauen zu können. Zu sehen, was sie über einen denken, was sie empfinden, ob ihr ganzes Verhalten bloss ein Fake ist, oder ob sie es wirklich erns meinen.
Ich muss sagen, es ist mir auch schon so gegangen, in Situationen, wo ich einfach nicht mehr weiterwusste und gerne man schnell einen Blick in die Gedanken des Gegenübers geworfen hätte.
Vieles wäre einfacher, wenn wir Gedanken lesen könnten.
Die Unsicherheit über die Meinung des anderen wäre ein für alle Mal abgeschafft. Keiner hätte mehr die Möglichkeit zu lügen, oder irgendwelche schlechte Gedanken zu verstecken.
 
Doch eigentlich muss ich sagen, dass es mir lieber ist, so wie es ist. Könnte ich die Gedanken meiner Mitmenschen sehen, käme wahrscheinlich so manche Überraschung hervor. Wenn jemand nett zu einem ist, jedoch bloss andere Hintergedanken hat, dies wäre nicht zu übersehen. 
Wenn ich jedoch daran denke, dass man sich dann noch mehr den Gedanken und Meinungen der Aussenwelt und der Gesellschaft anpassen würde, bloss aus Angst, blöde dazustehen, ist es mir lieber, wenn ich ab und zu ahnungslos dastehe und vielleicht getäuscht werde.
Zudem denkt jeder Mensch manchmal Dinge, die bloss von der momentanen Situation abhängig sind. Wenn dann jeder dieser Gedanken gleich ernst genommen würde, es würde vor lauter Missverständnissen kaum mehr die Wahrheit erkennbar.
Ich will einen Menschen ohne Vorurteile kennen lernen, will mir ein eigenes Urteil über ihn bilden, ohne von irgend einer Seite beeinflusst zu sein.
Und ist es nicht spannend, nicht zu wissen, was gerade beim anderen so im Kopf vor sich geht?
Daraus entstehen schliesslich die vielen Überraschungen im Leben, die spontanen Situationen und auch manchmal Missgeschicke, die die Welt sympatisch und lebenswert machen.
 
Ich bin froh, dass man nicht immer alles kann, was man sich wünscht.

2.4.09 20:22, kommentieren

Nur noch einen Monat?

Nur noch einen Monat. Ein Monat und dann sind 12 Jahre vorbei, 12 Jahre, in dene jeder Tag geplant war. Plötzlich liegt es alles an mir alleine, und ich bin mir nicht sicher, ob ich das einfach von Null auf 100 kann.

Mein ganzer Tagesablauf wird durcheinandergeraten, es wird beinahe nichts mehr übrigbleiben von dem, was mir bis jetzt am Herzen lag. Ein grosser Teil meiner Hobbys wird mit dem Ende meiner Schulzeit einfach zu Ende gehen. 

Ich werde nicht mehr in die Gitarren- und Klavierstunde gehen, kein Chor, kein orientalisches Tanzen mehr.

Vor allem weiss ich nicht, wie das alles mit Job und Auslandaufenthalt weitergehen soll. Ich meine, es ist nicht so, dass ich einfach weiss, wie man mit der Jobsituation umgehen soll. Vor allem weiss ich noch nicht, ob ich überhaubt ein Praktikum bekommen werde.

Ich glaube, es wäre leichter, wenn ich wüsste, was ich wollte, doch das ist eigentlich die Tatsache, die am meisten Chaos produziert. Nicht genau zu wissen, was man will, da man eifach zu viele Dinge liebt und keines davon jemals aufgeben will.

Eigentlich wäre alles einfach, alles könnte so reibungslos verlaufen, wenn ich mich entgültig entscheiden könnte und nicht bloss herumirren würde, ohne Richtung und Ziel.

 

Noch etwas anderes kommt dazu. Ich habe keine Ahnung, wie das mit meinen Freunden weitergehen soll. Wir werden uns nicht mehr jeden Tag automatisch sehen. Jeder von uns wird sich in seine eigene Richtung entwickeln und wir werden uns nach und nach aus den Augen verlieren. 

Hoffentlich können wir das irgenwie lösen, damit der Kontakt nicht entgültig abbricht. Klar, jeder von uns wird neue Freunde finden, im Studium oder in der Freizeit. Das finde ich auch gut so, da hab ich wirklich nichts dagegen. 

Aber verlieren will ich sie troztdem nicht, meine 4 Mädels. Ich meine, wir sind jetzt mehr als 6 Jahre durch dich und dünn gegangen. Da ist es schwer, plötzlich loszulassen.

 

Es ist zum verzweifeln. Alles scheint einfach von so aus dem Rahmen zu fallen, die ganze Sicherheit ist irgendwie plötzlich weg.

Hoffe, dass ich mich schnell wieder fange, kann ja nicht ewig so weitertorkeln, ohne zu wissen, wie ich jetzt handeln soll. Ob meine Entscheidung für meine Zukunft richtig oder falsch war. 

Aber es wird schon irgendwie gehen! 

Es ging schliesslich noch immer irgendwie und irgendwann!

2.4.09 16:07, kommentieren